| die Wiener Winzerin |
Juni 28, 2010 | 04:27 pm |
Jutta Ambrositsch ist Winzerin in Wien. Doch nicht nur irgendeine, sondern eine die sich in relativ kurzer Zeit einen Namen gemacht hat und den Wiener Wein in aller Munde bringt. Die gelernte Werbegrafikerein hatte mit Anfang dreißig keine Lust mehr auf ihren monotonen Job und entschied sich zu ihren Wurzeln zurückzukehren. Ihr Eltern betreiben eine Fortswirtschaft im Burgenland und dieser Natursinn bestärkte sie etwas Bodenständigeres zu machen. Zunächst betrieb sie als Hobby einen Weingarten im Südburgenland, eh sie beschloss in ihrer Wahlheimat Wien auf die Suche nach geeigneten Weinhängen zu gehen. Erst nach ein paar Telefonaten wurde ihr Wunsch ernst genommen und der Obmann des Weinvebandes verkaufte ihr ein Stück seines eigenen Weingartens am Nussberg. Dieser Berg gehört zur besten Weinlage der Region.
Zum Glück, denn Jutta Ambrositsch hat schnell gelernt und produziert seitdem Riesling, Grünen Veltliner und einen Gemischten Satz in bester Qualität, die größtenteils nach New York verkauft werden und in der Spitzengastronomie zu finden sind. In New York gibt es nämlich überdurchschnittlich viele österreichische Köche, die gerne heimische Weine anbieten. Besonders schön ist weiterhin, dass sie den alten Heurigen, die oftmals leer stehen, neues Leben einhaucht, indem sie Freunde zu einem Ausschank einlädt und den Wiener Wein wieder unter Leute bringt.
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| Renaissance des Wiener Weins |
April 28, 2010 | 01:26 pm |
Wien ist die Großstadt mit den meisten Weingärten. Insgesamt 700 Hektar Reben blicken auf eine lange Tradition zurück. Früher belieferte die Gemeinde Gumpoldskirchen, südlich von Wien, den kaiserlichen Hof um Franz Joseph I. und Sisi. Später kämpfte eine Winzergenossenschaft gegen die Flut an Gumpoldtskirchner Imitaten, da sich in den 70er Jahren der gute Name der Region rumgesprochen hatte. Im Jahre 1999 machte endlich ein Gesetz mit diesen Plagiaten Schluss und die Region musste sich einen neuen Ruf aufbauen.
Die Händler vor Ort schlossen sich zusammen, berieten sich und hegen mittlerweile wieder das alte traditionsreiche Qualitätsdenken der Region. Ihr Stil ist moderner geworden, so dass eine neue Spezialität geschaffen wurde die aus vier Rebsorten gleichzeitig besteht und ein unvergessliches Geschmackserlebnis garantiert. Weiterhin gibt es in einem Weingut, wo früher Beethoven wohnte, zwei weiße Traubensorten die nur hier wachsen. Die Trauben des Rotgipfler und Zierfandler sind würzig und rauchig. Teilweise lassen sich Aromen von Bohnenkraut und Dill herausschmecken. Mittlerweile reißen sich wieder Busse voll Weintouristen um diese edle Tropfen.
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