Die Geruchsaromen von Wein sind vielzählig – Wein riecht nicht nur nach Weintrauben. Vielmehr enthält der edle Tropfen die gleichen flüchtigen Geruchsaromen wie andere Früchte auch. Die unterschiedlichen Aromen stammen dabei entweder direkt aus der Traube, entstehen während des Gärprozesses oder dem Reifevorgang.
Wer einmal am Wein riecht wird feststellen, dass sich durchaus bekannte Gerüche entdecken lassen. Das Gehirn vergleicht nämlich die im Wein bemerkten Gerüche mit uns bekannten und so kommt es zu Assoziationen wie Stachelbeere, Gras, Himbeere aber auch Teer oder Papier.

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Die feinen Unterschiede zwischen den Geruchsaromen können deswegen teilweise sehr genau bemerkt werden, da die Nase ein hochsensibles Sinnesorgan ist, die dank ihrer etwa 10 Millionen Nervenzellen zahlreiche Duftmoleküle erkennen kann.
So kann das Geruchsorgan tausende von verschiedenen Gerüchen und Aromen unterscheiden. Um Wein bewusst genießen zu können, braucht es allerdings einiges an Erfahrung, da die Gerüche selektiert und assoziiert werden müssen. Auf diese Weise entstehen teilweise kuriose Wortschöpfungen wie Apotheke oder Sattelleder.
Besonders kreativ zeigen sich die Weinkenner wenn es darum geht, Weinaromen zu systematisieren: die Beschreibungen reichen dabei von würzig, nussig, vegetabil, blumig, fruchtig, balsamisch, chemisch oder auch animalisch. Wissenschaftler in den USA kreierten sogar Subkategorien wie „abgehangenes Fleisch“, „Kuhstall“ oder auch „Katzenurin“.
So können den verschiedenen Weinen verschiedenen Geruchsaromen zugeordnet werden. Hier ein kleiner Ausschnitt über gängige Assoziationen:
Bordeaux: Zimt, Vanille, Zigarrenkistenholz, Kaffee
Riesling: Schiefer, Pfirsich, Mango, Minze, Petro
Chianti: Johannisbeeren, Brombeeren, Eukalyptus, grüne Zweige
Burgunder: Schwarze Kirschen, Zimt, abgefahrener Autoreifen, Baumwurzel
Pinot: Weiße Blüten, grüner Apfel, Heu, Brotkruste





