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Weinwissen: Wein und Aroma August 25, 2010 | 10:54 am

Die Geruchsaromen von Wein sind vielzählig – Wein riecht nicht nur nach Weintrauben. Vielmehr enthält der edle Tropfen die gleichen flüchtigen Geruchsaromen wie andere Früchte auch. Die unterschiedlichen Aromen stammen dabei entweder direkt aus der Traube, entstehen während des Gärprozesses oder dem Reifevorgang.

Wer einmal am Wein riecht wird feststellen, dass sich durchaus bekannte Gerüche entdecken lassen. Das Gehirn vergleicht nämlich die im Wein bemerkten Gerüche mit uns bekannten und so kommt es zu Assoziationen wie Stachelbeere, Gras, Himbeere aber auch Teer oder Papier.

© Marko Greitschus / PIXELIO

© Marko Greitschus / PIXELIO

Die feinen Unterschiede zwischen den Geruchsaromen können deswegen teilweise sehr genau bemerkt werden, da die Nase ein hochsensibles Sinnesorgan ist, die dank ihrer etwa 10 Millionen Nervenzellen zahlreiche Duftmoleküle erkennen kann.

So kann das Geruchsorgan tausende von verschiedenen Gerüchen und Aromen unterscheiden. Um Wein bewusst genießen zu können, braucht es allerdings einiges an Erfahrung, da die Gerüche selektiert und assoziiert werden müssen. Auf diese Weise entstehen teilweise kuriose Wortschöpfungen wie Apotheke oder Sattelleder.

Besonders kreativ zeigen sich die Weinkenner wenn es darum geht, Weinaromen zu systematisieren: die Beschreibungen reichen dabei von würzig, nussig, vegetabil, blumig, fruchtig, balsamisch, chemisch oder auch animalisch. Wissenschaftler in den USA kreierten sogar Subkategorien wie „abgehangenes Fleisch“, „Kuhstall“ oder auch „Katzenurin“.

So können den verschiedenen Weinen verschiedenen Geruchsaromen zugeordnet werden. Hier ein kleiner Ausschnitt über gängige Assoziationen:

Bordeaux: Zimt, Vanille, Zigarrenkistenholz, Kaffee

Riesling: Schiefer, Pfirsich, Mango, Minze, Petro

Chianti: Johannisbeeren, Brombeeren, Eukalyptus, grüne Zweige

Burgunder: Schwarze Kirschen, Zimt, abgefahrener Autoreifen, Baumwurzel

Pinot: Weiße Blüten, grüner Apfel, Heu, Brotkruste

Der richtige Wein zum Grillvergnügen Juli 22, 2010 | 03:00 pm

In Deutschland ist momentan nicht nur Hochsommer, es ist auch Grillsaison. Abend für Abend zieht es tausende in die Parks oder den heimischen Garten, um zu Grillen. Meist wird beim Grillen, passend zu Würstchen und Steak, Bier serviert. Doch es muss nicht immer Deftig sein. Auch Fisch, Gemüse und Geflügel kann gegrillt werden – dazu passt dann auch ein Wein anstelle von Bier. Doch nicht alle Weine passen zum Grillgenuss.

Da Grillen eine entspannte und lockere Angelegenheit ist, darf auch der Wein nicht zu speziell sein. Ein Cabernet Sauvignon oder ein Chardonnay eignen sich hier nicht. Die schweren, intensiven Aromen beißen sich mit den vielen unterschiedlichen Dips und Marinaden, passender ist ein leichter, einfacher Wein. Ein leichter Weißwein mit mäßigem Säuregehalt und wenig Alkohol, ein fruchtig-milder Rosésind hier die idealen Begleiter.Glas Rotwein

Wichtig ist die richtige Kühlung: Ein Weißwein darf nicht zu warm sein, ideal ist eine Kühlschranktemperatur von sechst bis acht Grad. Um den Wein auch im Garten frisch zu halten, eignet sich ein Weinkühler. Alternativ erfüllt auch ein Eimer mit Wasser und reichlich Eiswürfeln seinen Zweck.

Der richtige Wein zum Grillvergnügen ist also einfach gefunden: Ein milder Weißwein, ein fruchtiger Rosé und dem Weingenuss steht nichts mehr im Wege.

Weinlagerung: Damit der Wein auch nach längerer Lagerung schmeckt Juli 13, 2010 | 01:24 pm

Nicht jeder Wein muss in einem dunklen, kühlen Schlosskeller lagern, auch ein eigener Keller ist nicht unbedingt nötig, um einen kleinen Weinvorrat anzulegen. Dennoch gilt es ein paar Regeln zu befolgen, denn jeder noch so gute Wein kann durch falsche Lagerung sein Aroma verlieren.

Schmeckt der Wein plötzlich nach Essig, ist die Ursache meist eine unsachgemäße Lagerung. Aber nicht jeder Wein, wie viele Glauben, muss lange liegen, um sein volles Aroma zu entfachen. Im Fachhandel gibt es zahlreiche Weine, die „jung getrunken“ werden können. Doch wer sich sich einen Vorrat teurerer Weine anlegen möchte, sollte folgende Regeln beachten:

Weinflaschen mit Naturkork müssen liegend gelagert werden, damit der Kork nicht austrocknet. Für Flaschen mit Kunststoffkorken oder Schraubverschluss gilt dies nicht – sie können auch stehend gelagert werden. Was die Lagertemperatur angeht, rät Weinexperte Otto Geisel dazu, die Flasche nicht kühler als 6 Grad und nicht wärmer als 22 Grad Celsius zu lagern. Je höher die Temperatur, desto schneller der Reifungsprozess.

Generell gilt die Regel, dass kein Wein extreme mag. Weder zu warm, noch zu kalt – weder zu hell, noch zu dunkel. Optimal ist daher ein relativ kühler, schattiger Ort, der vor direkter Sonneneinstrahlung und schwankenden Temperaturen geschützt ist. Dann sollte jeder Wein zwei bis drei Jahre lagerbar sein.

Über Wochen im Kühlschrank gelagerte Weißweine und Sekte bedeuten den totalen Aromaverlust eines jeden Tropfens. . “Der Wein wird tot gekühlt”, so Geisel.

der perfekte Sommerwein Juli 7, 2010 | 12:41 pm

Jetzt wo der Sommer da ist und die Temperaturen einen schwitzen lassen, eignen sich nicht alle Getränke für einen erfrischenden kühlen Genuss. Bier und Rotweine sind oft zu schwer und steigen bei der Wärme schnell zu Kopf. Besser für den Sommer geeignet sind Weißweine. Besonders empfehlenswert ist der weiße Burgunder.

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Weiße Burgunderweine passen gut zu leichten Speisen und hohen Temperaturen, da sie  kühl getrunken werden und zart nach Zitrusfrüchten riechen. Dabei muss es auch nicht unbedingt ein französischer Burgunder sein, denn auch deutsche Kellereien zaubern den weißen Pinot. Vorreiter sind unter Anderem die Weinregionen Baden, Pfalz und Rheinhessen. Der Weißburgunder ist ebenso in den nördlichen Weinregionen Sachsens und der Saale-Unstrut Region eine absolute Spezialität. Die Entstehung des Weißburgunders ist umstritten, Experten sagen jedoch, dass dieser aus dem Grauburgunder entstanden sei. Zu seiner Familie zählen ebenso die burgunderähnlichen Sorten Chardonnay und Auxerrois.

Burgunderweine zeichnen sich durch ihre natürliche Säure und fruchtige Note aus. Die französischen Burgunder sind im Gegensatz zu den deutschen Weinen trockener und besitzen mehr Kraft und Körper, wie Weinkenner verlautbaren. Wem die Säure nicht bekommt, dem wird der filigranere Auxerrois empfohlen, der mit seiner deutlich dezenteren Note perfekt zu sommerlichen Salaten und Fisch schmeckt. Doch Vorsicht: Weißburgunder sollten nicht zu kalt getrunken werden. Wenn die Temperatur unter acht Grad liegt, verlieren Weißweine an Aroma. Mehr über den weißen Burgunder unter spiegel.de.

Versteigerung von Weinen Juni 2, 2010 | 12:53 pm

Das Pariser Gourmetrestaurant La Tour D`argent hat seine besten Weine versteigert und ganz Frankreich fieberte mit. Im berühmtesten Weinkeller der Welt liegen 450000 Flaschen der besten Weine Frankreichs. Der Besitzer David Ridgeway wollte Platz schaffen und sich von denen trennen, die von den Gästen des Restaurants nicht geordert werden. Zumeist aus dem Grund, dass diese Weine allesamt sehr am Geldbeutel nagen. Die Weine aus Ridgeways Keller werden alle bestens gelagert, da der Weinprofi perfektionistisch auf die Quaität der Weine und deren Lagerung achtet. So werden die Weine ausschließlich vom Produzenten bezogen, während Hitze- und Kälteperioden nicht transportiert und die Luftfeuchtigkeit des Weinkellers wird seit mehr als 30 Jahren konstant bei 80 Protzent gehalten. Das hinterlässt zwar Spuren am Etikett, dafür wird der empfindliche Korken am wenigstens angegriffen und die Qualität des Weines bleibt erhalten.

© Cisco Ripac / PIXELIO

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An der Versteigerung nahmen hauptsächlich Profis und Liebhaber statt. Zwei Auktionatoren verbreiteten eine fröhlich neugierige Stimmung und fingen die unzähligen Gebote per Handzeichen, Anruf oder Internetmitteilung ein. Die Schätzwerte der Weine lagen alle deutlich unterm Marktwerkt und so ging beispielsweise ein weißer Château Haut-Brion aus dem Jahre 1985 anstatt des geschätzten Wertes von 900 Euro für das Doppelte an einen Asiaten weg. Weinliebhabern mag bei den seltenen und qualitativ hochwertigsten Weinen der Welt das Herz aufgegangen sein, doch wer Beute machen wollte, der musste sich zügeln vorschnell zu bieten. Denn manch ein Wein schien einfach unerreichbar weit weg. Informationen zu finden unter zeit.de.

Mangas über Wein Mai 6, 2010 | 05:00 pm

Die Liebe zum Wein spiegelt sich mittlerweile in vielen Medien wieder.  So gibt es neuerdings auch japanische Mangas die sich dem Thema Wein widmen. 17 Comics sind bereits in Japan von Tadashi Agi erschienen. In diesen geht es fantasievoll um die Entdeckungsreise des Weines. Der biertrinkende Hauptprotagonist Shizuku Kanzaki hat von seinem Vater die Aufgabe bekommen zwölf große Weine identifizieren zu können eh er Anspruch auf das Erbe erhält. Spielerisch erlernt der Hauptprotagonist zentrale Elemente des Weines kennen und Millionen Fans der Bücher aus Japan, Korea und China lernen mit ihm. Die Comics verbinden Basiswissen, Party Talk und Kurioses spielerisch miteinander. Am Ende jedes Bandes gibt es sogar noch ein kurze Zusammenfassung.

Mittlerweile sind die Comics auch auf französisch erschienen und wurden von Edouard Cointreau, der jährlich mit den “Gourmand Awards” die besten kulinarischen Bücher auszeichnet, prämiert. Er ist der Meinung, dass noch nie zuvor ein Weinbuch so viele Konsumenten beeinflusst habe. Denn die richtige Mischung aus Fantasie und Poesie vermittle wunderbar die Welt des Weines.

Wann ist ein Wein wirklich trocken? April 14, 2010 | 01:57 pm

Trockene Weine sind modern und im Trend. Doch nicht jeder Wein auf dessen Etikett trocken steht, ist es tatsächlich auch. Was macht einen Wein eigentlich zu einem trockenen Wein? Und warum ist trockener Wein momentan so beliebt?

© Burkard Vogt / PIXELIO

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Mit der Wahl eines trockenen Weins, werden Attribute wie Gradlinigkeit, Ehrlichkeit und Wertigkeit assoziiert. Die Zugabe von Zucker funktioniert nämlich wie ein Geschmacksverstärker, der aus einem durchgezogenen fahlen Wein einen geschmacklich akzeptablen macht. Weine die nicht nachträglich gesüßt werden, sind daher von Natur aus geschmackvoll. Doch viele Konsumenten die einen trocken Wein auswählen, suchen eigentlich einen, der in seinem Geschmack einen halbtrockenen Wein gleicht. Um ihnen trotzdem marktstrategisch einen “trockenen” Wein anbieten zu können, wurden die Richtlinien im Herstellungsprozess erweitert. Ursprünglich galt ein Wein als trocken, wenn sein Restzuckergehalt maximal vier Gramm pro Liter betrug. Ab 1976 wurde diese Richtlinie jedoch auf bis zu neun Gramm pro Liter angehoben.

Ein trockener Wein ist eigentlich einer der vollkommen oder zumindest fast ganz durchgegoren ist. Das bedeutet, dass der Traubensaft mittels Hefe durchgegoren wird, bis darin kein Zucker mehr vorzufinden ist. Um einen Wein letztendlich doch süß zu bekommen, kann man entweder den Gärungsprozess unterbrechen oder den Wein nachträglich mit Traubensaft süßen. Ausgeschrieben werden muss diese Süße nicht, solange der Restzuckerwert unter neun Gramm pro Liter bleibt. Der Kunde bekommt davon nichts mit und kauft weiterhin seinen “trockenen” Wein und kann  zeitgemäß modisch “trocken” trinken.

alternative Verschlüsse für Wein April 9, 2010 | 03:44 pm

Viele Winzer meiden zunehmend Kork als Verschluss für Wein oder Schaumweinflaschen, da diese immer minderwertiger produziert werden und billige Korken ein erhöhtes TCA-Verseuchungsrisiko aufweisen. Die steigende Nachfrage an Wein und der rasante Anstieg des Bedarfs an Korken führte dazu, dass auch Billigkork gepresst wurde und in den Vertrieb geriet. Gammeliger Kork kann den Wein schlagartig ungenießbar machen und dieses Risiko wollten Winzer nicht länger eingehen und suchten nach Alternativen.

Durchgesetzt hat sich der Schraubverschluss aus Aluminium, den es auch in extravaganten Ausführungen gibt, Edelstahlkronkorken und Kunststoffkorken, mit denen man sogar die Flaschen wiederverschließen kann. Diese Verschlüsse sind jedoch nur für Weine gedacht die nicht lange gelagert werden müssen, sondern gleich in den Verkauf gehen.Durch Umsatzeinbußen prüfen mittlerweile die Korklieferanten ihre Produkte wieder sorgfältiger und werben mit Qualitätsverbesserungen. Die Alternativen sind jedoch nicht mehr zu stoppen und werden von ambitionierten Winzern ständig weiterentwickelt

der passende Wein zum Essen April 7, 2010 | 02:01 pm
© Peter Kirchhoff / PIXELIO

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Bei einem perfekten Essen ist viel zu beachten. Neben den Drei Gängen die auf den Tisch gezaubert werden wollen, steht noch die Frage im Raum, welcher Wein passt denn nun zu welchem Essen? Es gibt ein paar Grundregeln die altbewährt sind und mit denen man zunächst nichts falsch machen kann: Weißwein passt demnach am besten zu Fisch und sommerlichen Salaten. Rotwein empfiehlt sich bei Fleisch und sehr herben, aromastarken Gängen. Die Weine sollten immer trocken sein, denn süßer Wein passt eigentlich zu garnichts. Und wenn man sich unsicher ist einfach einen Weißwein wählen, der passt immer und ist universeller. Trotzdem sollte man diese Regeln besser nicht zu ernst nehmen, sondern einfach mal ein bischen experimentieren. Um eine gute Qualität zu gewährleisten, den Wein am besten beim Fachhändler kaufen.

Südtiroler Weinwochen März 29, 2010 | 12:20 pm
© Hanna G. / PIXELIO

© Hanna G. / PIXELIO

Die Südtiroler Weinstraßenwochen finden bereits zum vierten Mal statt und laden wieder vier Wochen lang Gäste in die Region ein um ihnen einen besonderen Mix von Wein, Gastronomie und Kultur, Unterhaltung und Wissen zu bieten. Auf den verschiedenen Weinrouten verkehren Shuttlebusse zwischen den Kellereien die mit einem abwechslungsreichen Programm zum Verkosten und Genießen einladen. So wird unter Anderem das neue Kleid der Bonzer Weinkost präsentiert und der Starkoch Roland Trettl wird beim 2. Südtiroler Genusstheater in Salzburg kulinarische Besonderheiten passend zu den Weinen präsentieren. Weiterhin gibt es Verkostungen, Weinseminare und  Sektfrühstücke mit Livemusik zu erleben. Einzigartig an diesem Fest ist der direkte Kontakt zu den Weinbauern und die authentische Atmosphäre einer genussvollen Tradition. Die Weinstraßenwochen finden vom 13. Mai bis zum 12. Juni 2010 statt.