Nicht jeder Wein muss in einem dunklen, kühlen Schlosskeller lagern, auch ein eigener Keller ist nicht unbedingt nötig, um einen kleinen Weinvorrat anzulegen. Dennoch gilt es ein paar Regeln zu befolgen, denn jeder noch so gute Wein kann durch falsche Lagerung sein Aroma verlieren.
Schmeckt der Wein plötzlich nach Essig, ist die Ursache meist eine unsachgemäße Lagerung. Aber nicht jeder Wein, wie viele Glauben, muss lange liegen, um sein volles Aroma zu entfachen. Im Fachhandel gibt es zahlreiche Weine, die „jung getrunken“ werden können. Doch wer sich sich einen Vorrat teurerer Weine anlegen möchte, sollte folgende Regeln beachten:
Weinflaschen mit Naturkork müssen liegend gelagert werden, damit der Kork nicht austrocknet. Für Flaschen mit Kunststoffkorken oder Schraubverschluss gilt dies nicht – sie können auch stehend gelagert werden. Was die Lagertemperatur angeht, rät Weinexperte Otto Geisel dazu, die Flasche nicht kühler als 6 Grad und nicht wärmer als 22 Grad Celsius zu lagern. Je höher die Temperatur, desto schneller der Reifungsprozess.
Generell gilt die Regel, dass kein Wein extreme mag. Weder zu warm, noch zu kalt – weder zu hell, noch zu dunkel. Optimal ist daher ein relativ kühler, schattiger Ort, der vor direkter Sonneneinstrahlung und schwankenden Temperaturen geschützt ist. Dann sollte jeder Wein zwei bis drei Jahre lagerbar sein.
Über Wochen im Kühlschrank gelagerte Weißweine und Sekte bedeuten den totalen Aromaverlust eines jeden Tropfens. . “Der Wein wird tot gekühlt”, so Geisel.